Besichtigung Money Museum

Geld – Money – l’argent – i soldi: Geld spielt im MoneyMuseum die Hauptrolle, aber nicht im Sinne des Schwimmens im Geld à la Donald Duck in Entenhausen, sondern eher im ein- und untertauchen von neuen Sichtweisen zu Werten, Geld in ihren interdisziplinären gesellschaftlichen Zusammenhängen dieser Welt, kennen lernen wollen.

Lokales Zahlungsmittel

Wir sahen und hörten in der grandiosen, einmaligen Bibliothek des Museums mit Werken zu Geld und Werten, Impulse und Informationen zu verschiedenen Wert- und Zahlungsmitteln, lernten verschiedenste Geld- und Werttheorien vieler Denker kennen, u.a. von Karl Marx.

Schriftliche Zeugnisse erinnern an das Wirken von Verena Conzett-Knecht, Gewerkschafterin, Pionierin des Versicherungswesens und Unternehmerin. Sie führte die «Heftli Versicherungen» in der Schweiz ein, welche die älteren VASO-Mitglieder noch gut aus ihrer eigenen Jugendzeit und vom Familienherd her kannten. Die «Heftli Versicherungen» waren damals Risiko-Versicherungen, welche den Familien bei Schicksalsschlägen eine gewisse soziale Absicherung versprachen und gewährten.

Zu bestaunen waren neben den vielen Zahlungs-, Werte- und Geldmittel aus aller Welt auch Römische Münzen, die schon 2000 Jahre vor dem US- Dollar eine Leitwährung der damaligen Weltwirtschaft waren.

Alle VASO- Besucher:innen konnten sich als Münzpräger:in mit zwei wuchtigen und präzisen Hammerschlägen eine + MON NO THURICENSIS 63 + Museums-Münze prägen und als Andenken mit nach Hause nehmen.

Am Ende der 2-stündigen Führung und Gesprächen mit der Kuratorin des Museums, Frau Ursula Kohler, war allen VASO-Besucher:innen klar, hier im MoneyMuseum sind Aufenthalte von weiteren Stunden, Tagen, ja gar Wochen möglich und notwendig, um den eigenen Zugang zu Werten und Geld zu suchen und zu finden.

Wie sagte es Kaspar Wohnlich abschliessend als Kompliment zum Besuch im MoneyMuseum so schön: «Ich könnte direkt mein Bett in die Bibliothek stellen, um mich hier durchzuarbeiten».

Text: Elisabeth Soucek, Alfred Eger
Fotos: Theres Grossenbacher

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