Bildungsveranstaltung: «Gretlers Panoptikum zur Sozialgeschichte»

Der Sozialarchiv-Direktor, Prof. Dr. Christian Koller, referierte über «Gretlers Panoptikum zur Sozialgeschichte», das Foto- und Bildarchiv und Materialsammlung zur Arbeiterbewegung, zur Sozial- und Alltagsgeschichte und zur Geschichte von sozialen Bewegungen. Roland Gretler (1937–2018) hatte das Panoptikum 1975 ins Leben gerufen. Er trug zusammen mit seiner Frau Anne Gretler im Laufe der Jahrzehnte eine enorme Menge von Fotos, Plakaten, Postkarten, Broschüren, Objekten und Büchern zusammen. Das Panoptikum sollte ei-nerseits die Zeugnisse der sozialen und politischen Kämpfe in der Schweiz festhalten und bewahren. Dank seinem ausgeprägten Spürsinn und der stetig wachsenden Bekanntheit des Panopti-kums konnte Gretler ganze Fotografennachlässe vor der Vernichtung retten. Weitere Interessensschwerpunkte waren der 1. Mai als Tag der Arbeit, die 68er-Bewegung und der Aufbruch der Frauenbewegung nach 1968. Nach Gretlers Tod wurden grosse Teile des Panoptikums ins Schweizerische Sozialarchiv überführt. Ein Kernbestand wurde definiert und zwischen 2019 und 2024 bewertet, digitalisiert und erschlossen. Er umfasst rund 15’000 Fotos, Drucke, Postkarten, Plakate und Objekte. Ebenfalls vorhanden sind ein Filmbestand und schriftliche Archivalien.

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